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Speerschleuderkurs
Bau einer Speerschleuder war das Thema bei einem Kurs, den die Alcmona zusammen mit AGIL, Büro für angewandte Archäologie in Lüneburg, angeboten hatte. Unter Leitung von Patrick Geiger aus Blaubeuren stellten die Teilnehmer diese altsteinzeitliche Jagdwaffe her, die älter ist als Pfeil und Bogen. Für die Schleuder suchte sich jeder einen armlangen Stock und schäftete an einem Ende einen Haken ein, der von einem Hirschgeweih stammte. Die zwei Meter langen Speere, die möglichst gerade sein mussten, erhielten eine Spitze aus Hartholz, Feuerstein oder Horn. Am anderen Ende brachten die sehr interessierten "Jäger" eine Vertiefung an und an drei Seiten eine Befiederung, damit der Speer ordentlich flog. Zum Abschluss probierte man die "Waffen" aus. Beim Werfen wurde die Hebelwirkung der Schleuder ausgenutzt und der Pfeil flog an die dreißig Meter. "Die Durchschlagskraft verdoppelt sich und hat die Wirkung eines Kleinkalibergewehres", erklärte Fachmann Patrick Geiger. Die Herstellung einer Speerschleuder dauerte in der Steinzeit zwei bis drei Tage. Sie wurde eingesetzt bei der Jagd auf Rentiere oder Wildpferde.










Korbflechterkurs
Mit so viel Andrang hatte niemand von der Alcmona gerechnet und Korbflechter Josef Dürr aus Ottmaring musste gleich viermal ran und sein Wissen und Können an den Mann respektive die Frau bringen. Bis aus Wolnzach oder Beratzhausen hatten sich Interessenten eingefunden. "Dass das alte Handwerk nicht ausstirbt", war für eine Teilnehmerin Motivation, sich dieser Kunst zu nähern. Der Dürr Sepp hatte dünne und dicke Weidenruten hergerichtet, auch in verschiedenen Farben, und auch diverse Musterkörbe mitgebracht. Zuerst zeigte er, wie der Boden hergestellt wird, wobei einiges an Fingerkraft notwendig war. Dann steckte man Zweige hinein, bog sie und es entstand das Gerüst, das dann ausgeflochten wurde. Ein schöner gebogener Henkel vollendete die Arbeit. Geduldig erklärte der Sepp alle Arbeitsschritte, besserte nach, wo es nicht ganz passte und half, wenn jemand nicht mehr weiterwusste. Konzentriert arbeitete jeder an seinem Korb und war stolz, wenn wieder eine Bündel dünner Ruten fehlerfrei geflochten war. "Es hat etwas Beruhigendes", meinte Andrea Kellerer aus Baar-Ebenhausen. Das herrliche Wetter lockte manche Kursteilnehmer ins Freie und an der frischen Luft und bei Sonnenschein ließ sich gut arbeiten. Am Ende des Kurses hatte jeder sein Erstlingswerk fertig und genug gelernt, um daheim selbständig einen und weitere Körbe zu flechten.






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